Warum weniger Führung immer mehr ist (Teil 1 von 3)
Michael Kres |
3 min
02/10/2026

Liebe Mutmacherinnen und Mutmacher


Seit fast 30 Jahre begleiten wir Unternehmen in Transformationen. Dabei fällt uns auf, dass
weniger Führung immer mehr ist. Was ist damit gemeint? Eine der am meisten genutzten
Methoden auf unserer Plattform sind die
«7 Leadership Aktionsebenen», die wir von Rooke, D. und Torbert W. R. adaptiert haben.
Deren internationale Studie, «Seven Transformations of Leadership», die mittlerweile seit
den 80er Jahren läuft, beobachtet weltweit Verhaltensweisen von Führungskräften und ihre
Wirkung.



4 von 7 Verhaltensweisen, die insgesamt bei 85% der Führungskräfte als dominant
wahrgenommen werden, blockieren Veränderung: Opportunisten, Diplomaten und Experten
bewahren ebenso ein bestehendes System wie – erstaunlich – die Macher. Macher
versuchen Dinge zu verändern. Sie geben viel Energie ins System, kämpfen um Budgets,
motivieren Menschen, setzen Projekte um, kontrollieren, koordinieren – kurz: sie versuchen,
Dinge möglich zu machen. In der Realität aber werden die Macher sehr oft von den anderen
Führungstypen ausgebremst. Das hat Folgen: Macher sind gemäss unseren
Beobachtungen die erschöpftesten Mitglieder der Führungsgilde. Das Risiko, dass sie
ausfallen oder die Unternehmung verlassen, ist bei ihnen besonders hoch. Wie aber soll
man sich denn entwickeln, wenn die Mehrheit der Führungskräfte offenbar trotz all ihrem
Engagement keine Veränderung erreicht? Unsere Erkenntnis: um in die grünen
Führungsmodi mit Veränderungskraft zu gelangen, bedarf es weniger Führung.

Dafür sind zwei Überlegungen wesentlich:

  1. Während der Opportunist sich gegenüber anderen positionieren will,
    Diplomaten es allen recht machen wollen und Experten gegenüber anderen
    ihren Wissensvorsprung aufzeigen wollen (was per se gegen Veränderung
    spricht, denn Wissen ist immer Vergangenheitswissen), versuchen Macher
    stets, dass per se träge System, also andere, zu bewegen. Wie wir wissen,
    funktioniert das nicht. Das Einzige, was Menschen verändern können, sind sie
    selbst.
  2. Wenn wir wirkungsvoll Dinge verändern wollen, müssen wir damit aufhören,
    andere zu verändern und uns dafür selbst verändern. Dabei dürfen wir
    weniger von dem tun, was uns momentan am meisten antreibt. Macher
    reduzieren ihren Macheranspruch und leiten ihre Energie in andere Fähigkeiten
    um. Experten lernen, ihr Wissen anders zu nutzen. Diplomaten erkennen, dass
    sie anderen nicht mehr gefallen müssen und Opportunisten erkennen, dass es
    Alternativen gegen das Ankämpfen gegen Windmühlen gibt.
    Die Initiative für wirkungsvolle Art der Transformation kann auf allen Ebenen und von
    jedem Führungstyp aus ohne Kosten und Aufwand erfolgen. Sie bedarf nur einiger
    weniger Schritte, die wir im nächsten Encourager vorstellen. Er erscheint am 15. Juli 2026.
    Welcher Führungstyp sind Sie?

    Auf der Plattform gibt es einen Text, der es Sie erkennen
    lässt:



    To be continued….


    Mutige Grüsse
    Michael Kres
    ProMove TM
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